Gibt es einen Alternativ-Vorschlag für die Finanzierung von den RFGZ?
Die RFGZ haben eine klare Vorstellung davon, wie eine Gebühr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aussehen sollte:
- Sie muss transparent und für jeden Bürger eindeutig und gleich sein.
- Dennoch soll die Gebühr eine soziale Komponente inne haben. Als einfachste Lösung lässt sich das an einer allgemein gültigen Regel fest machen: Wer keine Steuern zahlt, zahlt auch keine Rundfunk-Gebühren. Wenn der Staat nichts holen kann (oder holen will), sollte es der Rundfunk ebenso halten. Denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist für die Bürger und hat somit auch eine soziale Verantwortung.
- Das Verfahren muss kostengünstig, glaubwürdig, unabhängig und zuverlässig sein.
Wir favorisieren eine simple Lösung: Den Einzug einer «Medienpauschale» durch das Finanzamt. Dabei gilt die gleiche Staatsferne wie für die Kirchen, für die der Fiskus die Kirchensteuer einzieht. Die Finanzämter sollen lediglich als Dienstleister für die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten auftreten. Dafür sollen sie auch eine Aufwandsentschädigung erhalten. Die wird jedoch mit größter Wahrscheinlichkeit deutlich unter dem Niveau liegen, das eine GEZ mittlerweile erreicht hat.
Es macht keinen Sinn, Geld für die Ermittlung, Bestätigung und Verwaltung derer auszugeben, die kein Geld einbringen.
Über das Finanzamt lässt sich auch sehr einfach und datensparsam — also ohne unnötige Weitergabe von sensiblen Bürgerdaten — der von uns erhoffte soziale Aspekt realisieren. Denn die Ämter wissen, von wem sie Steuern einziehen. Damit entfällt der arbeitsaufwändige, kostenintensive und für Betroffene unwürdige Prozess der Antragsstellung für eine Befreiung von Gebühren.
Weniger Aufwand und echte Gebührengerechtigkeit führt zu Kostensenkungen.
Eine Durchführung durch die Finanzämter hätte einen sehr positiven Effekt für jeden, der eine Rundfunkabgabe zahlen muss: Aufgrund der sehr hohen Effektivität — es muss ja jeder Steuerzahler ohne wenn und aber zahlen — und einem extrem optimierten Ablauf beim Versand der Rechnungen bzw. ganz allgemein beim Gebühreneinzug, führt das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu einer erheblichen Reduzierung der Gebühren.
Mit geschätzten 10 - 12 € wären Sie dabei!
Grob überschlägig ergäbe unser alternatives Modell für jeden eine Gebührensenkung von 30 - 40%. Bei Doppelverdienern gäbe es zwar eine Erhöhung um etwa den gleichen Prozentsatz. Allerdings hätte dieses Verfahren einen ganz großen Vorteil, der sich auch bei vielen Doppelverdienern auswirken könnte: Der Betrag steht unzweifelhaft fest. Egal, ob eventuell noch irgendwo ein Nebenjob erledigt wird, oder im Gartenhaus noch ein Radio steht: Alles wäre bezahlt. Und spätestens dann wird es auch bei Mehrfachverdienern preiswerter als jetzt.
Und die Sender hätten das Gleiche Geld!
Das Verfahren wäre sogar weitestgehend Aufkommensneutral für die Sender: Bereits bei 10€ pro Steuerzahler käme in etwa der Betrag zusammen, der den Sendern bisher zur Verfügung stand. Das war ja bereits eine recht stattliche Summe (s. dazu die Berechnungen von pc-gebuehr.de). Also gewinnen eigentlich Alle. Dafür müssen lediglich einige Sichtweisen geändert und alte Zöpfe abgeschnitten werden. Das wird das Schwerste von Allem.
Zuletzt aktualisiert am 07.03.2008 von Norbert Simon.
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