Schlag auf Schlag
28.12.2006
Wenn die ÖR doch auch bei Ihrem Programm so innovationsfreudig wären!
Die nächste Gebührenerhöhung steht noch vor der Tür, da wird die Nachweihnachtszeit genutzt, um gleich die übernächste Gebührenerhöhung in die Warteschleife zu schießen. Dafür wird das Jahr 2009 avisiert (letzer Absatz der Nachricht).
Das Nützliche daran: Da kann dann gleich die „PC-Gebühr“ entsprechend angepasst werden. Diese politische Augenwischerei mit den 5,52 €/Monat und dieser Blödsinn mit nur einmal zahlen muss schnellstmöglich korrigiert werden. Denn 2009 sind PCs ja wohl kaum noch „neuartige Empfänger“. Dafür wird die Politik sorgen, indem die 0,75%-Sperre fallen soll und die „Grundversorgung“ im Internet ordentlich zunehmen kann. Ebenda wird die real existierende Schleichwerbung der ÖR und das Product Placement abgenickt und die nächste Raff-Aktion der ÖR in Sachen Gewinnsteigerung kann starten.
Legen wir mal beide Aussagen zusammen:«Wir müssen die Rundfunkgebühr weiterentwickeln» und «Zwar bleibt der NDR voraussichtlich auch 2007 ein finanziell gesundes Unternehmen, doch ohne eine Gebührenanpassung ab 2009 sind weitere strukturelle Einschnitte unvermeidbar».
Übersetzt heißt das wohl: «Wir müssen die Rundfunkgebühr so weiterentwickeln, dass sie sich alle zwei Jahre automatisch erhöht und richtig fett Kohle bringt ansonsten gibt es nur noch ein Testbild.»

Mit freundlicher Genehmigung von tv-testbild.com
Wenn dafür die Gebühren stabil bleiben, wäre das womöglich eine echte Alternative. Dann könnte es sogar zu dramatischen Gebührensenkungen kommen, denn vieles von dem, was dann nicht mehr gesendet würde, ist schweineteuer. Dieses Geld brauchen die ÖR dann ja nicht mehr. Der Bürger könnte wieder getrost schlafen gehen und fit für die Arbeit sein, mit der er den ÖR die Rundfunk-Gebühren verdient. Statt völlig übermüdet vor der Wiederholung des Abendprogramms einzuschlafen. Da ist doch ein Testbild viel geeigneter: Ein gleichmäßiger Ton, keine hektischen Bilder: Das brächte womöglich den gesunden Schlaf auf die Wohnzimmercouch. Dafür zahlt der „Teilnehmer“ dann doch gern. Oder?

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