Wofür man auch zukünftig die GEZ braucht…
16.07.2010
Ein ganz einfacher und durchaus schlüssiger Grund, die GEZweiterhin als Geldeintreiber einzusetzen ist naheliegend: Die haben in derVergangenheit einen Bomben-Job hingelegt. Die GEZ ist der allgemeingültige „Arschder Nation“, die öffentlich-rechtlichen Anstalten ziehen damit Milliarden ein,ohne selbst in den Verruf zu kommen, den die – von Ihnen beschäftigten (!) – „Rundfunkgebührenbeauftragten“der GEZ anheften.
Die Neuregelung ab 2013 hat darüber hinaus wieder reichlichSpielraum, die mit kreativen Mitarbeitern weiteres Geld in die Kasse spülenkann. Dem stellt sich die GEZ bereits, wie wir aus einem uns zugespieltenDossier aus einem geheimen GEZ-Trainingslager im Grenzgebiet zu Belgienentnehmen konnten.
Hier sehen Sie Ausbilder A., der mitGebührenbeauftragtenanwärter S. eine konkrete Erkundungssituation trainiert.Es geht es im Wesentlichen darum, mit vorhandenem Gerät aus demErkundungsumfeld möglichst stichhaltige Informationen ohne Hinzuziehung vonNachbarn oder Betroffenen zu gewinnen, aus denen sich zusätzliche Einnahmen fürdie Rundfunkanstalten ableiten lassen. Anwärter S. hat diese Schulungseinheit demDossier nach mit Bravour bestanden, den es entging ihm nicht, dass an dasbespähte Zimmer ein Flur angrenzte, der mit Türen weitere Appartementszugänglich machte. Ab 2013 würden mit dieser Erkenntnis aus einem Haushalt vierHaushalte. In Geld ausgedrückt ein Zugewinn von rund 54 € pro Monat für die Anstalten, eine Prämievon rund 260 € für Anwärter S.
Dank unspezifischer Definition des Begriffs „Haushalt“werden sich mit dem neuen Rundfunkgebührenstaatsvertrag ab 2013 mit Sicherheitwieder deutsche Gerichte befassen müssen. Wie destruktiv uneinsichtig dieAnstalten bei Ihrer individuellen Rechtsauslegung sind, zeigen diegebührenfinanzierten Prozesse, die von ihnen beispielsweise wegenArbeitszimmern geführt werden, die angeblich als Betriebsstätte abgabepflichtigsind. Damit ist mit dem neuen Staatsvertrag Schluss, wobei es die Anstaltennicht hindert, mit sinnlosen Revisionsversuchen noch mehr Geld aus dem Fensterzu werfen. Die noch „kreativ zu interpretierenden Bereiche“ des neuenStaatsvertrages werden mehr als genug Alternativen bieten, sich arrogant mitBürgern vor Gerichten zu streiten, die der eigennützigen Auslegung derAnstalten nicht folgen wollen. Und wenn dann gar nichts mehr geht, dann schicktman halt die Ministerpräsidenten los, einen neuen Vertrag machen. Entscheidenddabei ist: Man hat bis dahin nicht zugegeben, auf dem Holzweg zu sein. Es gibthalt einen neuen Vertrag, bei dem alles ein bisschen anders, ein bisschen neu,aber im Ergebnis dann doch wieder alles beim Alten ist: So viel Kohle wie möglichaus den Bürgern pressen, mit einer gut geschulten Eintreibertruppe, die für diegeldgeilen Anstaltsbosse den Kopf hinhält.

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