Auf den Punkt gebracht
21.05.2008
Georg Schramm ist Kabarettist. Zusammen mit Urban Priol hat er im ZDF einen leidlich prominenten Sendeplatz für politisches Kabarett („Neues aus der Anstalt“, immer schön spät, wenn alles schläft). Für seine treffsicheren Statements hat er jetzt eine Ehrung erhalten. Den Bayrischen Kabarettpreis.
In der Laudatio, die er kurzerhand auf sich selbst hielt, brachte er es vor laufenden, öffentlich-rechtlichen Kameras auf den Punkt, indem er sich selbst zitierte:
«In Deutschland wird die Politik hinter verschlossenen Türen gemacht. Da werden die Fäden gezogen, an denen die Berliner Hampelmänner hängen, die dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen wie Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entlehren und ihre intellektuelle Notdurft verrichten. Wenn es nach Verrichten der Notdurft noch nachtröpfelt, können sie sich immer noch bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unters Volk mischen.»
siehe dazu: http://www.georg-schramm.de/html/video_dombrowski.html"
So schön hat das noch niemand zusammen gefasst. Dieser Mann ist wirklich preiswürdig. Und wir sind gespannt, ob die öffentlich-rechtlichen Sender demnächst mal wieder was bei den Amerikanern abschauen. Nämlich das zeitversetzte Senden. Da ist „Live“ immer ca. 30 Sekunden später. Genug Zeit, eine Ton-, Bild- ggf. Totalstörung zu simmulieren oder die unerwünschten Sachen wegzu„pieps“en.
Wer lässt schon gerne öffentlich über sich sagen, dass er eben gar nicht so unabhängig ist, sondern nur der Hanswurst für die Politik. Und die Politiker werden von den öffentlich-rechtlichen Medien zu deren Hanswürsten gemacht. Sozusagen eine Hanswurst-Symbiose, bei der sich die Beteiligten schamlos gegenseitig befriedigen. Bis auf ganz seltene Ausnahmen kommen die Herrschaften dabei jedoch nur zu einem „trockenen“ Orgasmus, denn es kommt nicht wirklich was anderes dabei heraus als heiße Luft.
Allerdings müssen wir, die Gebührenzahler, die Lotterbetten für diese fruchtlosen Ferkeleien auch noch mit unseren Gebühren und Steuern bezahlen. Und die Ohrstöpsel, die bei solchen Programm-Perlen wie dem Beitrag von Herrn Schramm vor dessen Laudatio an die feixenden, sich selbst beölenden Medien-Würste ausgegeben wurden, damit das Grinsen bei bissigen Kommentaren nicht versteinert. Frei nach der Devise: «Was wir nicht hören, braucht uns nicht stören».

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