Das System «Nimm»

01.08.2008

Das wichtigste am öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist, dass er nicht weniger Geld bekommen darf, als die rund 7,5 Milliarden (7.500.000.000) € der Rundfunkgebühren. Zuzüglich Werbeeinnahmen. Zumindest sind das die einzig relevanten Äußerungen von Gallionsfiguren der ÖRRA (Öffentlich-rechtlichen Anstalten) zum Thema. Was es dafür gibt — mal sehen. Warum so viel — weil´s halt so ist. Wo geht das Geld hin — na in die Rundfunkanstalten!

Schlüssige Argumentationsketten, die schwerlich durchbrochen werden können. Allerdings blitzen dann doch gelegentlich Detailinformationen auf, die deutlich machen: Der Rundfunk braucht noch mehr Geld. Allein schon, damit die Moderator(inn)en ordentlich bezahlt werden können, die wirklich arme Schweine sein müssen. Und die Produzenten bekommen offenbar auch viel zu wenig.

So vermeldete der NDR 2005 Schleichwerbung im Fernsehen sei kein Thema mehr, die ARD sei nun „trockengelegt“. Das war vollmundig. Wie so Vieles, was die ÖRRA versprechen. Doch wer zu große Brocken schluckt, kann sich verschlucken oder es gibt Ärger mit dem Gewicht. Dass man das loswerden kann, dafür gibt es Unternehmen. Und Moderatoren, die sich dafür hergeben (ZDF schmeißt Kiewel raus). Das war aber beim ZDF, die hatten ja nicht geunkt. Bei der ARD wurde es da schon bald wieder enger (ARD verteidigt Exklusivverträge), als heraus kam, wie eng man mit Strampelmännchen Jan Ullrich war.

Wenn man bedenkt, dass der liebe Jan ohne das Geld vielleicht nur zum Hausarzt hätte gehen können - was wäre uns allen womöglich erspart worden! Der wurde von der ARD als Pop-Star des Sports hofiert. Dass GEZ-Mitarbeiter womöglich statt Gebührengeld kassieren Popp-Damen hofieren (GEZ-Mitarbeiter im Bordell), fällt da kaum noch ins Gewicht.

Jetzt wird wieder mal der Überlebenskampf so eines armen ARD-Frontschweins, Das System Emig und das System HR, durchleuchtet. Da hat die arme Sau fleißig Kohle eingesammelt, dabei ein paar Krümel genascht und jetzt gönnt ihm das niemand. Undankbares Pack.

Aktuell wurde „Mr. Gesundheit“ Herr Bankhofer gefeuert. Der macht doch keine Schleichwerbung, wie man seiner Webseite sofort entnehmen kann! Oder seinen Gesundheitstipps. Außerdem sind die Seiten so schwer zu finden. Einzig wundersam ist der Umstand, dass der bisherige Medizin-Experte der ARD gar keine medizinische Qualifikation besitzt.

Früher nannte man so Leute Quacksalber. Heute werden sie Moderatoren oder sonst was bei den ÖRRA. Für solch ein Qualitätsfernsehen braucht man einfach 7,5 Milliarden Euro.

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