Pressemitteilung

RFGZ bemängelt naive Internet-Angebote

12.03.2009

Frankfurt am Main, 12.03.2009 – Die „Rundfunkgebührenzahler Deutschland“ (RFGZ) sind erschüttert, mit welcher Naivität die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf Ihren Webseiten mit hohem journalistischen Gut umgehen: Der Glaubwürdigkeit. Aktuellstes Beispiel ist ein Chat-Angebot der Tagesschau mit Wolfgang Schäuble. Dort können Interessierte Fragen stellen oder Fragen bewerten, von denen «einige» im Chat gestellt werden sollen.

Die Tagesschau-Redaktion will damit innovativ und modern erscheinen, vielleicht den ein oder anderen „Fernseh-Muffel“ über das Mitmach-Angebot erreichen. Es ist jedoch höchst bedenklich, wenn ausgerechnet ein Chat mit dem Chef der inneren Sicherheit, Herrn Schäuble, auf so unsicheren Umfrageergebnissen basiert. Denn die Liste der Fragen bei Tagesschau.de ist mühelos kompromittierbar. Dies haben die RFGZ mit einem kleinen Video auf Ihrer Webseite und bei YouTube dokumentiert.

Es ist unbestreitbar, dass die Glaubwürdigkeit der Umfrage-Ergebnisse arg in Zweifel gezogen werden muss, wenn sie selbst von einem Laien problemlos „passend gemacht“ werden können. Wenn die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sich besserer Recherche und höherer Qualität der Berichterstattung rühmen, sind solche handwerklichen Fehler ein Schlag in das Gesicht der Rundfunkgebührenzahler. Nach falschen Farben in Flaggen und falschen Vornamen unseres Wirtschaftsministers ist die mangelhafte Absicherung von Umfragen ein neuer Beleg für fahrlässige Recherche und Informationserhebung unserer finanziell bestens ausgestatteten, öffentlich-rechtlichen Medien.

„Satte Löwen jagen nicht“, kommentiert Norbert Simon, Mediensprecher der RFGZ, den Vorgang. „Wiederholt stellt sich die Frage, ob statt ständig steigender Mittel eine Reduktion womöglich die Qualität steigern könnte, denn dann müsste man sich bei den öffentlich-rechtlichen vielleicht mal wieder anstrengen“.

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